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Da capo stimmt sich ein – für einen unvergesslichen November.
Ein buntes Chorwochenende erlebte der Chor „da capo” am 18. und 19. April in der Kulturhalle – voller Klang, Gemeinschaft und echter Begeisterung.
Ein großes Dankeschön ging an Sabine Bussalb, die erneut als Dozentin gewonnen werden konnte. Die Sopranistin und Gesangslehrerin unterrichtet unter anderem an der Musikschule Rodgau und bringt professionelle Bühnen- und Unterrichtserfahrung gleichermaßen mit. Ihr Credo „Musik durch Singen macht glücklich” traf auf offene Ohren und lernwillige Stimmen. Unvergesslich ihr Bild für die Stimmvibration: „Die Vibration – die spürt man. Nutzt stimmlich mal ein Sirenengeräusch – da spürt ihr deutlich, wie der Ton sich bewegt.”
Chorleiter Sebastian Grünewald hatte das Wochenende so ausgearbeitet, dass alle Stimmen ausgiebig von dem Probenwochenende profitieren konnten. Iris Gräf stand ihm als musikalisch sehr engagiertes Chormitglied tatkräftig zur Seite. Die vielseitige Stimmbildung begeisterte alle – und der Samstag klang bis spät in den Abend aus, wie es sich für ein schönes Miteinander gehört: gesellig, ausgelassen, mit selbst zusammengestelltem, kunterbuntem Buffet und gemeinschaftlichem Singen quer durch alle Genres: von Schlager bis Rock. Neue und alte Stimmen fanden so zueinander, ganz wie von selbst.

Ein Klang erhebt sich – leise zuerst, wie ein ferner Atem aus roter Erde, getragen vom Wind uralter Geschichten. Dann wächst er, wird vielstimmig, lebendig, pulsierend. „Africa – Songs and Legends“ ist mehr als ein Konzert: Es ist ein Aufbruch. Eine Reise ins Herz von Rhythmen, die seit Jahrhunderten schlagen, von Melodien und Geschichten, die Erinnerungen tragen.
Unter der engagierten Leitung von Sebastian Grünewald entfaltet sich ein künstlerischer Raum, in dem erneute Begegnung geschieht – zwischen Generationen, zwischen Kulturen, zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Gemeinsam mit den Sängerinnen und Sängern entsteht ein lebendiger Prozess. Jeder Ton ein Schritt, jede Probe ein Mosaikstein auf dem Weg zu etwas Größerem. Unsere jüngste Sängerin ist 14 Jahre alt und unser jung gebliebener Ältester 76. Generationen begegnen sich und singen gemeinsam magisch verträumte Lieder und starke Rhytmen. Wir knüpfen da an, wo die Zeitreise 2025 endete und lassen dennoch ganz Neues entstehen. Reich an „legendary moments“ für die Sängerinnen und Sänger des Chores und später für unser Publikum im Herbst.
Alte Gesänge wie „Idé Weré Weré“ tragen die spirituelle Tiefe ihrer Ursprünge in sich und erzählen von alten Legenden, während Stücke wie „Waka Waka“ oder „Pata Pata“ das Feuer globaler Popkultur entfachen. Dazwischen entsteht ein bunter Bilder-Bogen – reich an überraschenden Momenten.
Was hier entsteht, ist kein fertiges Produkt, sondern ein lebendiges Projekt an dem viele aus dem Chor mitwirken. Von der Idee zum Bühnenstück arbeiten Teams an der Umsetzung. Der Weg selbst wird zu einer fernen Reise in neue, unbekannte Rhytmen und „Welten“. Und wenn sich schließlich im November 2026 die Türen der Kulturhalle öffnen, wird all das hörbar – als vibrierende, berührende, mitreißende Klanglandschaft, die Herzen bewegt und Geschichten erzählt, die älter sind als wir und doch ganz im Jetzt wie ein Sonnenauf- oder Sonnenuntergang strahlend leuchten.


